FreD in Bayern

Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumierenden

FreD ist ein Frühinterventionsprogramm. Zielgruppe sind junge Menschen bis 21 Jahre, die das erste Mal wegen ihres Substanzkonsums auffallen oder möglicherweise am Beginn einer manifesten Suchtproblematik stehen. Im Gruppenangebot, das in der Regel an zwei bis vier Terminen stattfindet (ca. 8 Stunden insgesamt) oder auch im Einzelsetting, können sie ihren Konsum reflektieren. Ziel ist eine frühzeitige Motivation zur Änderung des Konsumverhaltens, damit der Entstehung eines problematischen Konsums bereits ganz zu Beginn entgegengewirkt wird.

Website des Angebots

  • Anbieter: Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen (BAS)
  • Ort: Bundesweit
  • Laufzeit: Ab 01.10.2000
  • Thema: Sucht vorbeugen
    Für Risiken von Cannabis sensibilisieren
    Alkoholkonsum in verantwortungsvollen Grenzen halten
    Tabakkonsum reduzieren
    Sonstiges: Risiken illegaler Substanzen reflektieren und deren Konsum reduzieren
  • Lebenswelt: Sonstiges: Institutionenübergreifendes Setting (Interventionsumsetzung meist im Setting der Suchthilfe)
  • Altersgruppe: Jugendliche (13-17 Jahre)
    Junge Erwachsene (18-29 Jahre)
  • Form: Digitales Angebot
    Präsenzangebot
  • Barrierefreiheit: In leichter Sprache

Fred richtet sich an Konsumierende illegaler oder legaler Drogen, die noch keine manifeste Abhängigkeit entwickelt haben. Nicht geeignet ist FreD für Heroin-Konsumierende und für junge Menschen ohne Konsumerfahrung.

FreD ist die richtige Maßnahme für

  • junge Menschen von 14 bis 21 Jahren (in Einzelfällen bis 25 Jahre),

  • die mit illegalen Substanzen, Cannabis, Tabak oder Alkohol zu tun haben,

  • die “Anderen” aufgefallen sind,

  • oder von sich aus ihren Konsum reflektieren möchten.

Die "Anderen" können sein

  • Polizei/Justiz,

  • Arbeitgeber,

  • Schule,

  • andere Settings.


Das Ziel aller FreD-Maßnahmen: Junge Menschen sollen in die FreD-Intervention kommen und ihren Rauschmittelkonsum reflektieren.

FreD-Interventionsmaßnahmen folgen einem bestimmten Ablauf:

  • Anlass

Ein junger Mensch ist damit aufgefallen in unangemessener Form psychoaktive Substanzen (Cannabis, Alkohol, ATS, ...) konsumiert zu haben. Die Einrichtung, der der junge Mensch aufgefallen ist, stellt den Kontakt zum örtlichen FreD-Standort her oder der junge Mensch meldet sich selbst.

  • Kontaktaufnahme

Der junge Mensch nimmt von sich aus oder auf Weisung Kontakt mit der FreD-Kursleitung auf.

  • Intake-Gespräch

In einem Einzelgespräch zwischen Kursleitung und jungem Menschen geht es darum, dessen Situation zu ergründen sowie Hemmungen ab- und Vertrauen in die Maßnahme aufzubauen.

  • FreD-Kurs oder FreD im Einzelsetting

Gemeinsam mit anderen auffällig Gewordenen nimmt der junge Mensch dann am Konsum-Reflexionskurs teil. Dieser dauert ca. acht Stunden und verteilt sich auf zwei bis vier Abende. Alternativ können die Inhalte auch im Einzelsetting bearbeitet werden.

  • Bescheinigung

Nach dem Kurs erhält der junge Mensch eine Teilnahmebescheinigung. Ob diese an die Einrichtung, die den Kontakt zu FreD hergestellt hat, weitergereicht wird, wird fallweise entschieden.

  • Ansatz: Verhaltensprävention
  • Förderung: Initiative Gesund.Leben.Bayern. / Präventionsfonds des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention
  • Evaluation: Interne Prozessevaluation
  • Zertifizierung: ist in der Grünen Liste Prävention geführt

Anbieter

Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen (BAS)
Landwehrstr. 60-62
80336 München

Annalena Koytek
Telefon: 089 53073015
E-Mail-Adresse: annalena.koytek@bas-muenchen.de

Die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen (BAS) beschäftigt sich als Transferinstitut zwischen Forschung und Praxis mit wissenschaftlichen und praxisbezogenen Fragen der Prävention und Behandlung von Suchterkrankungen. Sie wurde 1997 gegründet, um das öffentliche Gesundheitswesen im Suchtbereich zu fördern. Zum Themenkreis der BAS gehören körperliche und psychosoziale Störungen im Zusammenhang mit Alkohol, Nikotin, illegalen Drogen, psychoaktiv wirkenden Medikamenten, Crystal Meth oder Neuen Psychoaktiven Substanzen. Darüber hinaus befasst sich die BAS mit Verhaltenssüchten.

https://www.bas-muenchen.de

Letzte Aktualisierung: 13.05.2026

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