Der Präventionspool Bayern befindet sich noch im Aufbau!
Das Projekt Medienbalance im Kindes- und Jugendalter fördert einen gesunden, altersgerechten Umgang mit digitalen Medien – von der KiTa bis zur weiterführenden Schule. Im Mittelpunkt stehen eine möglichst medienfreie frühe Kindheit, eine smartphonefreie Grundschulzeit sowie ein reflektierter, pädagogisch sinnvoller Medieneinsatz in höheren Jahrgangsstufen. Kinder sollen vor Reizüberflutung, Ablenkung und digitalem Gruppendruck geschützt werden. Eltern, Kitas und Schulen erhalten praxisnahe Impulse, Ratgeber und Materialien, um eine gemeinsame Haltung für Medienbalance im Alltag zu entwickeln.
Website des Angebots
Eltern frühzeitig und niedrigschwellig erreichen, insbesondere auch jene Eltern, die klassische Präventionsangebote oder freiwillige Elternabende sonst nicht wahrnehmen würden. Deshalb werden kurze Impulse gezielt an bestehenden Pflicht- bzw. Regelterminen wie Eingangs-, Einschulungs- oder Übertrittselternabenden verankert.
Verhältnisprävention statt reiner Verhaltensprävention stärken: Nicht nur einzelne Kinder oder Eltern sollen ihr Verhalten ändern, sondern KiTas und Schulen verändern die Rahmenbedingungen durch klare, verbindliche Leitplanken zum Umgang mit Smartphones, Smartwatches, Tablets und digitalen Medien.
Eine gemeinsame Haltung zwischen Einrichtung, Schule und Elternhaus entwickeln, damit Kinder nicht widersprüchliche Botschaften erhalten, sondern einheitliche Regeln, Orientierung und Unterstützung erleben.
Eine möglichst medienfreie frühe Kindheit fördern, insbesondere im Alter von 0 bis 3 Jahren, und analoge Erfahrungsräume in Familie und KiTa bewusst stärken.
Eine smartphonefreie Grundschulzeit ermöglichen, um Kinder vor Reizüberflutung, Ablenkung, sozialem Druck, Konflikten und verfrühter digitaler Überforderung zu schützen.
Klare institutionelle Regeln etablieren, etwa das Verbot privater Smartphones, Smartwatches oder vergleichbarer Geräte in KiTas und Schulen, um Konzentration, soziales Miteinander und kreatives Lernen zu fördern.
Eltern praktisch unterstützen, durch kompakte Ratgeber, Checklisten und verständliche Impulse, die alltagstaugliche Orientierung für Medienerziehung zu Hause bieten.
Medienkompetenz altersgerecht aufbauen, ohne Kinder zu früh mit eigenen Geräten auszustatten. Der Fokus liegt zunächst auf Verstehen, Einordnen und Reflektieren von Medieninhalten.
Digitale Medien pädagogisch begründet und nicht selbstverständlich einsetzen, also nur dort, wo sie Lern- oder Entwicklungsziele sinnvoll unterstützen.
Kinder vor digitalem Gruppendruck schützen, indem nicht jedes Kind individuell gegen Smartphone- oder Smartwatch-Nutzung argumentieren muss, sondern die Einrichtung bzw. Schule klare gemeinsame Regeln vorgibt.
Fachkräfte und Schulen entlasten, indem Konflikte rund um Handynutzung, Datenschutz, Ablenkung oder soziale Ausgrenzung durch klare Regelungen reduziert werden.
Prävention strukturell verankern, etwa durch Regelungen, Elternimpulse, Poster, Materialien und wiederkehrende Informationsformate, statt nur punktuelle Einzelveranstaltungen anzubieten.
Das Projekt wird in Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und weiterführenden Schulen umgesetzt und verbindet klare institutionelle Regelungen mit niedrigschwelliger Elterninformation, praxisnahen Materialien und optionalen Vertiefungsangeboten.
Zunächst erarbeitet die jeweilige Einrichtung verbindliche Leitplanken für den Umgang mit digitalen Medien. Dazu gehören insbesondere Regeln zur Nichtnutzung privater Smartphones, Smartwatches oder Tablets sowie ein bewusster, pädagogisch begründeter Einsatz digitaler Medien. In KiTas steht eine möglichst medienfreie frühe Kindheit im Mittelpunkt, in Grundschulen eine smartphonefreie Schulzeit und in weiterführenden Schulen ein reflektierter, altersgerechter Medieneinsatz.
Ein zentrales Element ist die Elternansprache an bestehenden Regelterminen, etwa bei Eingangs-, Einschulungs- oder Übertrittselternabenden. Dort erhalten Eltern kurze, verständliche Fachimpulse von ca. 20 Minuten, entweder durch Fachkräfte vor Ort oder über einen vorbereiteten Video-Impuls. So werden auch Eltern erreicht, die klassische Präventionsveranstaltungen sonst nicht besuchen würden.
Ergänzend erhalten Eltern kompakte Ratgeber mit Checklisten und alltagsnahen Empfehlungen zur medienbewussten Erziehung. Poster in KiTas und Schulen machen die gemeinsamen Regeln sichtbar und stärken eine einheitliche Haltung innerhalb der Einrichtung. Bei Bedarf können vertiefende Elternabende, Workshops für Schüler sowie Fortbildungen oder Impulse für Fachkräfte angeboten werden.
Methodisch setzt das Projekt auf Verhältnisprävention: Nicht nur individuelles Verhalten soll verändert werden, sondern die Rahmenbedingungen in KiTa, Schule und Familie werden so gestaltet, dass Kinder vor zu früher, unkontrollierter und belastender Mediennutzung geschützt werden. Die Umsetzung erfolgt praxisnah, altersgerecht und beteiligungsorientiert. Eine wissenschaftliche Begleitung kann die Wirkung des Projekts evaluieren und zur Weiterentwicklung beitragen.
Das Präventionsangebot zielt darauf ab, Medienbalance nicht nur als Einzelmaßnahme, sondern als wirksamen strukturellen Präventionsansatz in KiTas, Grundschulen und weiterführenden Schulen zu verankern. Erwartete Wirkungen sind insbesondere ein erhöhtes Problembewusstsein bei Eltern, Kindern, Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften, verbindliche Medienregeln in Familie und Einrichtung sowie eine Reduktion früher und unkontrollierter Bildschirm- und Smartphone-Nutzung.
Zur fachlichen Fundierung und Weiterentwicklung des Projekts erstellt die Evangelische Hochschule Nürnberg / Institut für Praxisforschung und Evaluation aktuell ein Wirkmodell für das Programm Medienbalance. In diesem Wirkmodell werden Zielgruppen, Aktivitäten, Outputs, Outcomes, Impacts sowie relevante Kontextfaktoren systematisch beschrieben. Das Modell soll sichtbar machen, welche Wirkungen bei Kindern, Eltern, Fachkräften, Schulen und in der Gesellschaft angestrebt werden und unter welchen Rahmenbedingungen diese erreicht werden können.
Im bisherigen Wirkmodell werden unter anderem folgende Wirkungen benannt: das Erreichen aller Eltern eines Jahrgangs, ein erhöhtes Problembewusstsein bei Eltern, mehr Wissen über Beratungs- und Unterstützungsangebote, verbindliche Medienregeln zu Hause, mehr aktive Gestaltung handyfreier Zeiten, reduzierte Bildschirmzeit, weniger digitale Endgeräte im Kinderzimmer sowie ein Rückgang privater Smartphones in der Grundschule.
Darüber hinaus ist geplant, das Projekt für eine Aufnahme in die Grüne Liste Prävention weiterzuentwickeln. Das Wirkmodell dient dabei als ein Baustein, um die Wirksamkeit theoretisch zu begründen. Ergänzend ist eine Evaluation vorgesehen, etwa in Form eines wirkungsorientierten Monitorings bzw. einer Vorher-Nachher-Messung. Damit soll die Qualität des Angebots überprüft, die Wirkung nachvollziehbar gemacht und eine perspektivische Aufnahme in die Grüne Liste Prävention vorbereitet werden.
neon - Prävention und Suchthilfe gem. Stiftungsgesellschaft mbH Ruedorfferstr. 9 83022 Rosenheim
Benjamin Grünbichler Telefon: 08031 30 42 300 E-Mail-Adresse: info@neon-rosenheim.de
neon – Prävention und Suchthilfe stärkt Gesundheitsförderung und Suchtprävention mit Fokus auf Schulen und Betriebe. Mit interaktiven Workshops, Trainings und Beratung unterstützen wir junge Menschen, Fachkräfte und Teams dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und gesunde Entscheidungen zu treffen. Unser Ansatz ist praxisnah und auf Augenhöhe – für mehr Wohlbefinden, Resilienz und eine nachhaltige Präventionskultur im Alltag.
https://www.neon-rosenheim.de
Letzte Aktualisierung: 03.07.2026
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