Der Präventionspool Bayern befindet sich noch im Aufbau!
Mindzone ist das bayernweite Präventionsprojekt des Landes-Caritasverbandes Bayern e. V. zur Gesundheitsförderung und Risikominimierung im Freizeit- und Nachtleben. Ziel ist es, insbesondere junge Menschen durch akzeptanzorientierte Suchtprävention, wissenschaftlich fundierte Informationen und Peer-to-Peer-Ansatz zu einem reflektierten und selbstbestimmten Umgang mit psychoaktiven Substanzen zu befähigen. Das Angebot umfasst Infostände auf Parties, Festivals, Clubs-Events, Workshops und Schulungen, digitale Beratung, Informationsmaterialien sowie Onlineangebote zu Safer-Use, Harm-Reduction und psychischer Gesundheit. Die Beratung ist anonym, kostenlos und vertraulich.
Website des Angebots
Mindzone verfolgt das Ziel, die Gesundheitskompetenz, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung junger Menschen im Freizeit- und Nachtleben zu stärken. Das Präventionsangebot richtet sich insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene und orientiert sich an den Lebenswelten sowie den tatsächlichen Konsumrealitäten der jugendlichen Zielgruppe.
Durch einen akzeptanzorientierten und nicht moralisierenden Ansatz werden wissenschaftlich fundierte Informationen zu psychoaktiven Substanzen, ihren Wirkungen, Risiken und möglichen Wechselwirkungen vermittelt. Ziel ist es, Konsumkompetenz zu fördern, riskante Konsummuster frühzeitig zu erkennen und gesundheitliche sowie soziale Folgeschäden zu reduzieren. Dabei stehen die Prinzipien von Safer-Use und Harm-Reduction ebenso im Mittelpunkt wie die Förderung eines reflektierten und selbstbestimmten Umgangs mit psychoaktiven Substanzen.
Ein wesentliches Ziel besteht darin, die Zielgruppe niedrigschwellig zu erreichen – sowohl im Party- und Festivalsetting als auch über digitale Kanäle. Durch den Peer-to-Peer-Ansatz entstehen Gespräche auf Augenhöhe, die Vertrauen schaffen und den Zugang zu Informationen und Unterstützung erleichtern. Dadurch können auch junge Menschen erreicht werden, die klassische Beratungsangebote bislang nicht oder nur selten nutzen.
Mindzone fördert darüber hinaus den offenen und entstigmatisierenden Umgang mit Fragen rund um Substanzkonsum, psychische Gesundheit und Suchtentwicklung. Ratsuchende werden bei Bedarf frühzeitig an weiterführende Beratungs-, Therapie- oder Hilfsangebote vermittelt. Ziel ist es, gesundheitliche Risiken zu minimieren, Suchterkrankungen möglichst früh vorzubeugen und Menschen in belastenden Situationen rechtzeitig zu unterstützen.
Neben der Arbeit mit der Zielgruppe trägt Mindzone durch Wissensvermittlung, Öffentlichkeitsarbeit und die Vernetzung mit Fachstellen, Veranstaltenden und Kommunen zur Weiterentwicklung einer evidenzbasierten und lebensweltorientierten Suchtprävention in Bayern bei.
Mindzone setzt auf eine lebensweltorientierte, akzeptanzbasierte und wissenschaftlich fundierte Suchtprävention. Das Angebot kombiniert aufsuchende Präventionsarbeit im Freizeit- und Nachtleben mit digitalen Beratungs- und Informationsangeboten sowie zielgruppenspezifischen Workshops und Fachveranstaltungen.
Ein zentraler Baustein sind mobile Infostände auf Festivals, in Clubs und auf Veranstaltungen. Dort informieren haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende sowie geschulte Peers niedrigschwellig über Wirkungen und Risiken psychoaktiver Substanzen, Mischkonsum, Safer Use, Harm Reduction, psychische Gesundheit und Notfallsituationen. Die Gespräche erfolgen freiwillig, anonym, wertschätzend und auf Augenhöhe. Ergänzend werden wissenschaftlich fundierte Informationsmaterialien sowie Safer-Use-Materialien ausgegeben.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die digitale Prävention. Über verschiedene Online-Kanäle können Ratsuchende anonym und kostenlos Kontakt aufnehmen. Die digitale Streetwork-Beratung in User-Foren und Online-Communities sowie vertrauliche Online-Beratung (u.a. über DigiSucht) ermöglichen eine zeit- und ortsunabhängige Unterstützung bei Fragen zu Substanzkonsum, Risikominimierung, psychischer Gesundheit, Abhängigkeit oder der Vermittlung in weiterführende Hilfsangebote.
Ergänzend bietet Mindzone Workshops, Vorträge und Fortbildungen für Jugendliche, junge Erwachsene, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Fachkräfte an. Die Inhalte werden zielgruppengerecht und interaktiv vermittelt. Dabei stehen die Förderung von Gesundheitskompetenz, die Stärkung der Risikokompetenz sowie die Reflexion von Konsummotiven, Konsummustern und Schutzfaktoren im Vordergrund.
Ein wesentliches methodisches Element ist der Peer-to-Peer-Ansatz. Ehrenamtliche Peer-Mitarbeitende werden fachlich qualifiziert, kontinuierlich begleitet und regelmäßig fortgebildet. Durch die Nähe zur Lebenswelt der Zielgruppe können Informationen glaubwürdig vermittelt und Gespräche auf Augenhöhe geführt werden.
Die Qualität des Angebots wird durch die fachliche Begleitung hauptamtlicher sozialpädagogischer Fachkräfte, regelmäßige Schulungen, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sowie die Zusammenarbeit mit Fachstellen und Kooperationspartnern sichergestellt. Das Präventionsangebot wird kontinuierlich an neue Entwicklungen auf den Drogenmärkten, gesellschaftliche Veränderungen und die Bedarfe der Zielgruppen angepasst.
Mindzone erreicht jährlich bis zu 80.000 junge Menschen in Bayern durch Präventionsstände auf Festivals, in Clubs und auf Veranstaltungen, digitale Beratungsangebote, Workshops sowie Informationsmaterialien und Onlineangebote. Durch die Kombination aus aufsuchender Präventionsarbeit, Peer-Education und digitaler Beratung werden Zielgruppen erreicht, die klassische Beratungsangebote häufig nicht oder erst spät in Anspruch nehmen.
Das Angebot trägt dazu bei, die Gesundheits- und Risikokompetenz der Teilnehmenden zu stärken. Ratsuchende erhalten wissenschaftlich fundierte Informationen zu Wirkungen, Risiken und Wechselwirkungen psychoaktiver Substanzen sowie zu Safer-Use, Harm-Reduction und psychischer Gesundheit. Dadurch werden informierte Entscheidungen gefördert, Risikoverhalten reflektiert und gesundheitliche Schäden reduziert. Gleichzeitig werden Konsumierende ermutigt, Warnsignale frühzeitig wahrzunehmen und bei Bedarf professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Der Peer-to-Peer-Ansatz schafft einen niedrigschwelligen Zugang und ermöglicht Gespräche auf Augenhöhe. Dies fördert Vertrauen, erhöht die Akzeptanz der vermittelten Inhalte und erleichtert den Zugang zu weiterführenden Beratungs- und Hilfsangeboten. Die digitale Beratung ergänzt dieses Angebot, indem sie anonym, orts- und zeitunabhängig erreichbar ist und insbesondere Menschen anspricht, die aus unterschiedlichen Gründen keine persönliche Beratungsstelle aufsuchen möchten.
Die Wirksamkeit und Qualität des Angebots werden kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt. Im Jahr 2023 wurde Mindzone durch das IFT Institut für Therapieforschung München extern evaluiert. Die Evaluation bestätigte insbesondere die hohe Akzeptanz des Projekts bei der Zielgruppe, die erfolgreiche niedrigschwellige Ansprache junger Menschen sowie die fachliche Qualität und Relevanz des Peer-to-Peer-Ansatzes. Die Ergebnisse liefern eine wissenschaftliche Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Präventionsangebots und unterstreichen dessen Beitrag zu einer evidenzbasierten Suchtprävention.
Die fachliche Weiterentwicklung des Angebots orientiert sich an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, neuen Entwicklungen auf den Drogenmärkten sowie den Rückmeldungen der Zielgruppen und Kooperationspartner. Dadurch kann Mindzone flexibel auf neue Konsumtrends und Präventionsbedarfe reagieren und einen nachhaltigen Beitrag zur Gesundheitsförderung, Schadensminimierung und Suchtprävention in Bayern leisten.
Landes-Caritasverband Bayern e. V. Lessingstraße 1 80336 München
Sonia Nunes Telefon: 089 51 65 75 33 E-Mail-Adresse: sonia.nunes@mindzone.info
Der Landes-Caritasverband Bayern ist der größte Wohlfahrtsverband in Bayern. Mit rund 6000 Unternehmen, Diensten und Einrichtungen, rund 188.000 Mitarbeitenden und ca. 55.000 ehrenamtlich Engagierten ist er in allen Bereichen der Sozialwirtschaft tätig. Er vertritt die sieben Diözesan-Caritasverbände auf Landesebene , schafft angemessene Rahmenbedingungen und bündelt das Caritas-Netzwerk in Bayern zu einer Stimme. Vordergründiges Ziel ist die Gestaltung einer humanen und sozial gerechten Gesellschaft. Vorsitzender ist Landes-Caritasdirektor Pfarrer Dr. Andreas Magg.
https://www.caritas-bayern.de
Letzte Aktualisierung: 07.07.2026
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